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rosalux.de


Diskussion / Vortrag
Mit Hannes Heer, Autor, Filmemacher, Dramaturg
Montag, 26.10.2015 | 20:00 Uhr bis 22:00 Uhr

polittbüro, Hamburg
Steindamm 45
20099 Hamburg

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Über Wahrheit und Lüge im deutschen Geschichtsfilm

Wie Hitler, Nazideutschland und der Vernichtungskrieg neu erfunden werden - Teil 1

Shaka aus it CC-BY-SA-3.0

Vor zwanzig Jahren, im März 1995, wurde in Hamburg die Wehrmachtsausstellung eröffnet, deren Leiter Hannes Heer war. Die Ausstellung zeigte, dass, anders als von den ehemaligen Soldaten und der Politik 50 Jahre lang behauptet worden war, die Wehrmacht auf dem Balkan und in der Sowjetunion keinen "normalen Krieg", sondern einen Rassen- und Vernichtungskrieg gegen Juden, Kriegsgefangene und Zivilbevölkerung geführt hatte, dem 30 Millionen Menschen zum Opfer fielen. Die Ausstellung, die in 34 Städten gezeigt und von einer Million Menschen besucht wurde, hat die Legende von der "sauberen Wehrmacht" damals zwar zerstört, aber es dauerte nicht lange, bis an deren Stelle neue Legenden produziert und von den populären Medien Film und Fernsehen massenhaft verbreitet werden. Diese Legenden wird der Autor an zwei Abenden anhand von Filmausschnitten darstellen und analysieren.

Den Anfang dieser neuartigen Form von "Geschichtsschreibung" hat Bernd Eichinger mit seinem Kinofilm "Der Untergang" (2004) gemacht: Er zeigt die Machtelite des untergehenden "tausendjährigen Reiches" – Generäle, SS-Führer, Minister, Parteileiter – die jahrelang gemordet oder den Massenmord befohlen haben, ohne dass der Zuschauer etwas von diesem kriminellen Vorleben erfährt. Sie werden in ihren Uniformen und im Schmuck ihrer Orden als unschuldige Opfer von zwei Verrückten – Hitler und Goebbels – präsentiert, die sie in einem Bunker unter der Reichkanzlei quasi als Geiseln genommen haben. Ähnlich verfahren die Fernsehfilme von Nico Hofmann "Rommel"(2012) und "Unsere Mütter, unsere Väter"(2014), die am zweiten Abend behandelt werden: Sie arbeiten, wie Eichinger, mit der Dramaturgie der bewussten Aussparung der Fakten und der Zerstörung des historischen Zusammenhangs. Das macht die Filme eindimensional und zur Identifikation geeignet.

Kontakt

Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg e.V.
Alstertor 20
20095 Hamburg

Telefon: 040 28003705
Fax: 040 28003678
E-Mail: info@rls-hamburg.de

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Kosten

15 Euro / ermäßigt 10  Euro

Besonderheiten

Teil 2 findet am Mi., 11.11.2015 im Polittbüro statt | In Kooperation mit dem Polittbüro | Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung

Link

www.polittbuero.de


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