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Diskussion / Vortrag
Mit Flaviana Charles, Legal Human Rights Centre Tanzania und Patrick Schukalla, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum Moderner Orient, Berlin
Mittwoch, 21.10.2015 | 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr

W3 - Werkstatt für internationale Kultur und Politik e. V., Hamburg
Nernstweg 32-34
22765 Hamburg

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Afrikas strahlendes Gold – Uranabbau und seine verhängnisvollen Folgen

Gemeinfrei

Obwohl die gesellschaftliche Zustimmung zur Atomenergie weltweit sinkt, weil langfristige Umwelt- und Gesundheitsschäden sowie soziale Kosten des Uranabbaus immer drückender werden, wird in einigen Ländern Afrikas der Uranabbau weiter forciert.

Argumentiert wird von den Regierenden in der Regel mit der Schaffung neuer Arbeitsplätze und den erwarteten Deviseneinnahmen. Von den Kritikern wird neben dem Verweis auf drohende Gesundheits- und Umweltschäden, die fehlende Transparenz bei Abbaukonzessionen sowie die mangelhafte Aufklärung betroffener Gemeinschaften beklagt. Verwiesen wird oft auch auf die Zementierung der Abhängigkeit von Rohstoffexporten.

Insbesondere Tansania steht an der Schwelle zur Uranförderung. Seit Jahren vergibt die Regierung Explorations- und Schürfrechte für Uran an transnationale Firmen, bspw. aus Kanada, Russland, China und Australien. Gerüchten zufolge wird Präsident Kikwete dieser Tage die erste Mine in der südlichen Region des Mkuju-River eröffnen.

Flaviana Charles (Legal Human Rights Centre) wird die aktuellen Entwicklungen in Tansania aus einer menschenrechtlichen Perspektive diskutieren. Dabei geht es um folgende Fragen: Welche Informationen brauchen Menschen, die von Bergbauprojekten betroffen sind, um die Gefahren in all ihren Dimensionen gegen den Nutzen abwägen zu können? Welche Möglichkeiten zur Mitsprache und Einflussnahme auf Entscheidungsprozesse haben die betroffenen Gemeinden? Wie können Entscheidungsträger_innen beeinflusst werden? Wie kann der Konflikt zwischen notwendigen Deviseneinnahmen und einer zunehmend aggressiveren Ressourcenplünderung aufgelöst werden? Abgeleitet daraus stellt sich die Frage, wie wirksam auf lokaler, nationaler sowie internationaler Ebene interveniert werden kann.

Kontakt

Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg e.V.
Alstertor 20
20095 Hamburg

Telefon: 040 28003705
Fax: 040 28003678
E-Mail: info@rls-hamburg.de

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Besonderheiten

Die Veranstaltung findet auf Englisch mit Übersetzung ins Deutsche statt. | Raum: Seminarraum im 1.Stock | In Kooperation mit dem Tanzania-Network sowie dem Zentrum für Internationalen Dialog und Zusammenarbeit der RLS


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