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Diskussion / Vortrag
Mit Caro Keller, Journalistin
Donnerstag, 17.03.2016 | 19:30 Uhr bis 21:30 Uhr

Centro Sociale, Hamburg
Sternstraße 2
20357 Hamburg

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Keine offenen Fragen? Hamburg und der NSU

Mit dem Verweis darauf, dass ‚man sofort aufklären wolle, sobald sich bezüglich NSU eine neue Faktenlage für Hamburg ergebe‘, wurde der Antrag auf Einrichtung eines Untersuchungsausschusses zum Thema in der Hamburger Bürgerschaft abgelehnt.

Das war Mitte 2015. Die Darstellung Hamburgs als Nebenschauplatz im NSU-Komplex und geradezu zufälliger Ort des Mordes an Süleyman Taşköprü, ist nicht neu. Dabei bleiben die entscheidenden Fragen bisher unbeantwortet.

Hamburgs Neonaziszene war in den 90er Jahren, in denen sich der spätere NSU sozialisierte und untertauchte, einflussreich in ganz Deutschland. Von hier kamen Ideen, Vernetzungsimpulse und Unterstützung von Strukturen, die auch für die Szene in den ostdeutschen Bundesländern entscheidend waren. Der V-Mann Michael See alias „Tarif“ kannte das Kerntrio nicht nur aus Thüringen. Er war vor dem Hamburger Mord auch ganz in der Nähe eingesetzt: in Pinneberg. Was genau er von hier an den Verfassungsschutz meldete, ist nicht bekannt, seine Akten wurden geschreddert.

Doch nicht nur diese Fragen wären auch den Behörden zu stellen, es sollte auch um die Ermittlungen der Hamburger Polizei nach dem Mord 2001 gehen. Auffällig ist, dass insgesamt mit großem Eifer ermittelt wurde, allerdings nur in Richtung organisierte Kiezkriminalität. Einwände, die es von verschiedenen Seiten gab, es könne sich auch um rechte Morde handeln, wurden weitestgehend ignoriert. Stattdessen wurde zur Auffindung der Täter sogar ein Wahrsager aus dem Iran eingeflogen, der die strukturell rassistischen Annahmen der Polizei noch bestätigte. Von offizieller Seite wurde bisher nur eingeräumt, was schon aus anderen Quellen bekannt wurde. Es scheint so, als sollte mit einer Senatserklärung und der Umbenennung einer Nebenstraße des Tatorts in Taşköprü-Straße das Thema für die offiziellen Stellen abgeschlossen werden.

An diesem Abend soll zum Einen dargelegt werden, was über Hamburg und seine Rolle im NSU-Komplex bekannt ist, zum Anderen soll es um die Aufarbeitung in der Stadt nach der Selbstaufdeckung des NSU 2011 gehen.

Kontakt

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Alstertor 20
20095 Hamburg

Telefon: 040 28003705
Fax: 040 28003678
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