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Diskussion / Vortrag
Mit Maya Peretz-Ruiz, Organiserin in der Organisation „Koah leOvdim“ / studiert Soziologie in der Ben-Gurion-Universität in Beer Sheva und Emilija Mitrowic ist Sozialwissenschaftlerin / Mitglied im Bundesmigrationsausschuss von ver.di.
Donnerstag, 27.04.2017 | 20:00 Uhr bis 22:00 Uhr

Centro Sociale, Hamburg
Sternstraße 2
20357 Hamburg

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Das neue Prekariat – Gewerkschaften im Post-Fordismus

Beieinander und Miteinander? Linke Gespräche zwischen Israel und Deutschland

Die Krise der Gewerkschaften hat sich in den letzten 30 Jahren weltweit verfestigt. Die Probleme reichen von sinkenden Mitgliedszahlen über gesetzliche Rückschläge und sich als „Reformen“ ausgebende Kürzungen zu der globalen Tendenz in der kapitalistischen Produktionsweise weg von der Güterproduktion hin zu Finanzen. Durch sogenannte „neoliberale“ Staatsführungsmodelle sind Arbeiter_innen heute chronisch unterrepräsentiert und gefährdet.

Neben den politischen und gesetzlichen Umwälzungen haben sich die globalen Bedingungen auch auf technologischer, demographischer und soziokultureller Ebene gewandelt und damit die Situation der Gewerkschaften weiter verschärft. Phänomene wie Wirtschaftsmigration, das Vordringen von Frauen in neue Arbeitsmarktbereiche und die Explosion von Wirtschaftssektoren in Dienstleistungs-, Sharing- und Kreativbereichen haben das Modell des männlichen und handwerklich ausgerichteten Arbeiters unzeitgemäß werden lassen. Das passende Arbeitsmodell für das 21. Jhdt. ist dabei bisher noch eine offene Frage.

Dennoch lassen sich Ansätze finden, die sich diesen Trends entgegenstellen. So hat sich in Israel eine neue Basisgewerkschaft „Koah LeOvdim“ (Macht den ArbeiterInnen) daran gemacht, die von der nationalen Gewerkschaft „Histadrut“ ignorierten prekären ArbeiterInnen, wie Leiharbeiter_innen, Reinigunskräfte oder auch Ausübende alternativer Therapiemethoden zu organisieren, und damit eine Bresche in das bis dato unangreifbar scheinende Monopol der „Histadrut“ geschlagen. Auch in Deutschland formieren sich neue, demokratischere Strukturen innerhalb und außerhalb der etablierten Gewerkschaften, die den veränderten Bedürfnissen und Interessen von ArbeiterInnen besser gerecht werden können.
In dieser Veranstaltung werden Bezüge zwischen dem heutigen deutschen und israelischen Kontext hergestellt, um so die Möglichkeiten für aktuelle und effektive Gewerkschaftsarbeit im 21. Jahrhundert auszuloten.

Maya Peretz-Ruiz ist Organiserin für den Bereich öffentlicher Verkehr in der Organisation „Koah leOvdim“ (Macht den ArbeiterInnen) und studiert Soziologie in der Ben-Gurion-Universität in Beer Sheva.
Emilija Mitrowic ist Sozialwissenschaftlerin und Gewerkschaftsaktivistin. Unter anderem hat sie die Netzwerke "Ratschlag Prostitution Hamburg" und "MigrAr - Anlaufstelle des DGB für Menschen ohne Papiere". Sie vertritt für die Gewerkschaft ver.di die Arbeitnehmerinteressen im Tchibo-Aufsichtsrat. Seit 2011 ist sie Mitglied im Bundesmigrationsausschuss von ver.di.

Kontakt

Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg e.V.
Alstertor 20
20095 Hamburg

Telefon: 040 28003705
Fax: 040 28003678
E-Mail: info@rls-hamburg.de

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Besonderheiten

Die Veranstaltung findet auf Englisch statt – Flüsterübersetzung wird angeboten | In Kooperation mit dem Büro der RLS in Tel Aviv


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